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Peter Hilser

Kosten des Zählerwechsels aufgrund Inbetriebnahme PV Anlage

Ich plane eine kleine PV Anlage ( ca. 2 kWp ) zum Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung. Um von unbekannten Kosten nicht überrascht zu werden, und um die Wirtschaftlichkeint der Investition berechnen zu können, benötige ich Klarheit über die einmaligen Kosten und die zukünftigen laufenden Kosten, die durch den erforderlichen Stromzählertausch bzw. durch den neuen Zähler entstehen. Im Bestand heute ist ein Ferrariszähler älterer Bauart. Ich gehe davon aus, dass dieser Zähler vor Inbetriebnahme der PV Anlage gewechselt werden muss. Zum diesem Zählerwechsel habe ich konkret folgende Fragen:
1. Wer tauscht den Zähler aus ?
2. Welcher Zählertyp wird eingebaut ? Zweiwegezähler ? sonstige Kombination von Zählern mit Rücklaufsperre ?
3. Wer ist Eigentümer des neuen Zählers ?
4. Wie hoch sind die einmaligen Kosten des Zählertauschs?
5. Wie hoch sind die zukünftigen monatlichen Kosten des/der neuen Zählers ?
6. Muss der neue Zähler von Bayernwerk gemietet werden, oder kann er auch gekauft werden , um die monatlichen Kosten zu reduzieren oder wegfallen zu lassen?
6. Inwieweit können die monatlichen Kosten des "Messstellenbetriebs/Zählerbetriebs", durch für den Kunden vorteilhafte Vertragsgestaltung, reduziert werden oder ganz wegfallen?
7. Werden die zukünftigen monatlichen Kosten - sofern unvermeidbar - wie bisher über den Stromversorger mit der Stromrechnung abgerechnet, oder sind die Kosten direkt an den Netzbetreiber Bayernwerk zu entrichten ?
Für Ihre Auskunft besten Dank vorab !
MfG
P.H.
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11 Kommentare
2017-12-13T09:55:23Z
  •  Bayernwerk-Team
  • Mittwoch, 13.12.2017 um 10:55 Uhr

Hallo Herr Hilser,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Da Ihre Anfrage doch sehr umfangreich ist, haben wir Ihr Anliegen weiter gegeben in die Fachabteilung. Sofern alle Ihre Fragen geklärt sind, werde ich mich wieder bei Ihnen melden. Bitte haben Sie etwas Geduld.

Freundlichen Gruß

Dana

2017-12-13T12:52:03Z
  •  Bayernwerk-Team
  • Mittwoch, 13.12.2017 um 13:52 Uhr

Hallo Herr Hilser,

folgende Rückmeldung habe ich erhalten.
zu 1. - Tausch des Zähler erfolgt durch die Bayernwerk Netz GmbH
zu 2. - eingebaut wird ein Zweirichtungszähler
zu 3. - Eigentümer ist und bleibt die Bayernwerk Netz GmbH (Zähler kann nicht gekauft werden)
zu 4. - der Einbau bzw. Tausch ist kostenlos
zu 5 und 6. - Siehe Beiblatt Messstellenbetrieb BAG Grundgebühren sind jährlich und weitere Infos auf https://www.bayernwerk-netz.de/de/energie-anschliessen/stromnetz/messstellenbetrieb.html
zu 7. - die monatlichen Kosten werden vom Lieferanten abgerechnet

Ich hoffe es hilft Ihnen weiter.

Freundlichen Gruß

Dana

2019-02-01T08:43:15Z
  • Freitag, 01.02.2019 um 09:43 Uhr
Hallo,
mich beschäftigen zur Zeit genau die gleichen Fragen, leider ist die Seite, auf die obiger Link verweist, nicht mehr existent.
Gibt es einen neuen Link oder ist es möglich den entspechenden Inhalt des Dokumentes hier wiederzugeben.
In meinem Fall wurde der alte Zähler bereits durch einen Zweirichtungszähler ausgetauscht.
Mich würde nun interessieren ob, und wenn ja um wieviel, die monatliche Zählermiete steigt wenn ich eine netzgekoppelte PV Anlage (<7KW Peak) installiere. 

Mit freundlichen Grüssen
Manfred Mauser


2019-02-06T11:03:38Z
  • Mittwoch, 06.02.2019 um 12:03 Uhr
Hallo Herr Mauser,

bitte entschuldigen Sie die lange Antwortzeit.

Da der oben stehende Link meiner Kollegin nicht mehr zum Ziel führt, habe ich für Sie die Website für sämtliche Preisblätter herausgesucht. Hier finden Sie die Entgelte für den Messstellenbetrieb, die Messung und die Abrechnung: >Bitte hier klicken<.

Diese Dateien finden Sie auch ohne Link, wenn Sie auf unserer Homepage www.bayernwerk-netz.de den folgenden Pfad benutzen:

"Energie einspeisen" - "Ihre Anlage" - "Mehr erfahren" unter Entgelte für EE- und KWK Anlagen
Dort wählen Sie dann bitte den Absprung "Ihre Entgelte für Messstellenbetrieb, Messung und Abrechnung für Einspeiseanlagen nach EEG und KWK-G"

Ich hoffe, dass Ihnen alles angezeigt wird, was Sie benötigen. Bei weiteren Fragen sind wir gern wieder für Sie da.

Freundliche Grüße

Michelle
von Ihrem "Frag Bayernwerk"-Team
2020-02-08T11:28:34Z
  • Samstag, 08.02.2020 um 12:28 Uhr
Hallo,


Ich habe nach länger Recherche nun immer noch keine Klarheit über folgende Fragen:


Ist der Zweirichtungszähler immer auch ein saldierender Zähler? Oder muss ich gezielt einen saldierenden Zähler bestellen und vielleicht auch eine höhere Jahresgebühr entrichten?


Geschieht Strommengen-Saldierung oder Strompreis-Saldierung:


Geschieht die Saldierun im Zähler? Wird bei einem saldierende Zähler der auf Phase 1 eingespeiste Strom mit dem auf Phase 2 verbrauchten Strom 1/1 strommengenmäßig saldiert und erst danach der per Saldo verbrauchte Bezugsstrom mit dem üblichen Verbrauchspreis berechnet?


Oder werden die Strommengen saldiert, mit unterschiedlichen Preisen? Das bedeutet, es wird der auf Phase 1 eingespeiste mit dem niedrigen Einspeisepreis gutgeschrieben und der in gleicher Menge auf Phase 2 verbrauchte mit dem teureren Verbrauchspreis berechnet wird.

2020-02-09T10:46:27Z
  • Sonntag, 09.02.2020 um 11:46 Uhr
Hallo Herr Gobmeier,
Zweirichtungszähler saldieren immer die Wirkarbeit, gleichzeitig über alle drei Phasen. Das ist ihre Aufgabe, dafür wurden sie gebaut. Auch bei einphasiger Einspeisung und gleichzeitiger Entnahme auf den beiden anderen Phasen. Gleichzeitigkeit von Entnahme und Einspeisung vorausgesetzt. Auf meinem elektronischen Zweirichtungszähler zeigt ein Pfeil zu jedem Zeitpunkt an, ob der Saldo gerade positiv oder negativ ist. Beispiel: Einspeisung von 1,2 kW auf Phase 1 und gleichzeitige Entnahme von 800W auf Phase 2 und Entnahme von 100 W auf Pase 3. Ergibt eine Einspeisung von 300 W. Dies ist auf dem Display anhand der Pfeilrichtung richtungsmäßig erkennbar, leider jedoch nicht numerisch der Höhe nach.
Grüße Peter Hilser
2020-02-09T15:06:04Z
  • Sonntag, 09.02.2020 um 16:06 Uhr
Hallo Herr Hilser,


danke für Ihre genaue Erklärung. Ich frage so penetrant, weil ich bei dieserEinspeisung in die eine Phase und  gleichzeitiger Entnahme über die andere Phase eine Dienstleistung des EVU sehe. Sie wandeln mir die Energie ja kostenlos um in eine andere Phasenlage. Um das zu machen, wäre ansonsten ein 3-Phasen-Wechselrichter erforderlich, der inder Anschaffung eigentlich ziemlich teuer ist.


Wenn ich Sie richtig verstehe, kann ich also einen 1-Phasigen Hybrid-Wechselrichter für meine z. B. 16 Module mit ca. 5KWMaximalleistung und eingebauter Speicherbatterie betreiben, und mit der aktuellerzeugten und der gespeicherten Energie über die eine Phase den Bedarf meiner Drehstrom-Motoren damit aufdie drei Phasen leiten oder den bedarf füe eine Spülmaschine aufeiner anderen Phase decken, soweit die Menge von PV und/oder Batterie ausreicht.


Die Voraussetzung dabei wäre lediglich die Beantragung eines Zweirichtungszählers und die Anmeldung der Einspeisung beim EVU. Wenn das so stimmt, ist das eine gute Nachricht. 


Beste Grüße

Wolfgang Gobmeier

2020-02-09T18:04:01Z
  • Sonntag, 09.02.2020 um 19:04 Uhr
Hallo Herr Gobmeier
Ihre Frage ist deswegen wichtig und berechtigt, weil es bezüglich der Einkommensteuer einen Unterschied macht, ob Sie den kompletten Solarstrom einspeisen, somit verkaufen und den Gewinn versteuern müssen oder nur den Saldo, der ihren Eigenverbrauch übersteigt. Den Gedanken mit der Dienstleistung und der Umwandlung in eine andere Phasenlage können Sie streichen. Beides findet nicht statt. Ihr eingespeister Überschuss wird nicht umgewandelt, sondern technisch auf der gleichen Phase von Ihren Nachbarn verbraucht. Alle ihre nachfolgenden Überlegungen sind grundsätzlich richtig. Was sie aber als erstes brauchen, ist eine Netzverträglichkeitsprüfung, für ihren Plan mit der einphasigen Einspeisung . Könnte sein, dass der Netzbetreiber bei 5 kW nur einen 3 phasigen Wechselrichter zulässt, da das Netz sonst zu unsymmetrisch belastet wird, was nicht gut für sie ist und nicht gut ist für ihre Nachbarn. Das mit dem Speicher würde ich nochmal nachrechnen, die rechnen sich im Normalfall nie, denn sie sparen nur die Differenz zwischen Ankaufpreis und Einspeisevergütung der gespeicherten Energie. Ferner sind Speicher Verschleißteile und können auch nur einen begrenzten Maximalstrom zur Verfügung stellen der u.U. für die Anlaufströme Ihrer Drehstrommaschinen zu gering sein könnte. Die Speicher mögen es auch nicht, wenn sie schlagartig leer gesaugt werden. Die Wirtschaftlichkeit ihrer Anlage steigt nicht automatisch durch Nutzung eines Speichers. Sie lässt sich zuverlässig nur in Kenntnis ihres täglichen Verbrauchs ( Lastprofil ) prognostizieren. Dazu sollten Sie sich von einem Elektriker mit entsprechender Erfahrung beraten lassen.
2020-02-10T10:05:27Z
  • Montag, 10.02.2020 um 11:05 Uhr
Hallo Herr Hilser,


danke für Ihre Antwort - es ist übrigens eine Vergnügen, Ihrer genauen Erklärung zu folgen.

Darf ich Ihnen meinen Plan kurz vorstellen mit der Bitte um Korrektur:


Anfrage beim Bayernwerk wegen möglicher Einspeisung max.5 kW einphasig. Ich könnte ja auch zwei Wechselrichter parallel betreiben. Die Preise sind nicht mehr so hoch. 


Beantragung eines elektronischen Zweirichtungs-Zählers.


Elektriker aus dem Freundeskreis fragen, ob er die Überprüfung und Anmeldung machen kann/will.


Kalkulation, inwieweit einfache oder Hybrid-WR mit Batteriespeicher in Frage kommen. Die Pylontech-LiIon Speicher sind gerade verführerisch günstig. In dem Fall kommt natürlich auch nur ein WR in Frage, der nicht an das Label der teuren Batterie aus der eigenen Produktlinie gebunden ist (Beispiel Fronius).


Eine Einspeisung würde eigentlich keine weiteren verwaltungstechnischen Probleme machen. Beamter im Ruhestand, privat versichert, Gewerbe angemeldet mit 0 Euro Überschuss aktuell.


Die praktischen Arbeiten würde ich unter keinen Umständen aus den Händen geben. Es gehört zu meiner Lebensphilosophie, alles Technische und Gestalterische in meinem unmittelbaren Umfeld selbst in die Hand zu nehmen. Der Lohn sind bei entsprechendem Fleiß nicht nur die Pflege des Selbstvertrauens und des Geldbeutels, sondern körperliche und geistige Kompetenz-Anreicherung und aktive Teilnahme am eigenen Leben, statt Passivität und banalem Konsum.


Danke für Ihre Ratschläge und

beste Grüße


Wolfgang Gobmeier



2020-02-10T19:30:22Z
  • Montag, 10.02.2020 um 20:30 Uhr
Hallo Herr Gobmeier,
Ihr Plan passt schon. Einen Leitfaden und die Details zu den Formalitäten finden Sie auf der Bayernwerk Homepage. Da müssen Sie sich mal hineinarbeiten. Zu den praktischen Arbeiten noch einen Tipp: Wenn Sie nicht aus dem Elektrohandwerk kommen, nehmen Sie sich für Planung und Aufbau besser einen Elektriker, der Erfahrung mit Photovoltaikanlagen hat. Sie machen somit nicht die unvermeidlichen Anfängerfehler (da gibt es viele) und vermeiden spätere Enttäuschungen mit Folgekosten, Ertragseinbußen oder Sicherheitsrisiken. Ich wünsche gutes Gelingen und viel Freude mit Ihrem zukünftigen Strom aus Sonnenenergie.
Grüße aus dem sonnigen Oberbayern
Peter Hilser

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